Es ist Wahlzeit

August 8, 2009

Die Straßen sind wieder mit Plakaten gepflastert. Schilder sind gespickt mit Gesichtern. Fröhlich lächelnde Menschen schauen einen an, buhlen um Gunst. Es sind neue Gesichter, man kennt sie nicht. Es ist nicht so, dass man die Gesichter auf den Plakaten vor vier Jahren kannte. Aber es sind neue Gesichter. Männer mit Halbglatze und dichtem Oberlippenbart, Frauen Mitte 40 in elegant dezenter Berufskleidung, eine gesunde Bräune der Haut kontrastiert die helle Augenfarbe.

Alle schauen sie einen an, alle haben sie eine Botschaft. Doch im Mittelpunkt steht ganz allein das Gesicht, es deckt das Wahlplakat fast zur vollen Gänze ab. Wenn wir uns dem Plakat aus der Ferne nähern, was sehen wir? Was nehmen wir zuerst wahr? Ist es die politische Botschaft, die doch eigentlich im Zentrum stehen sollte? Aus welchen Elementen setzt sich unser erster Eindruck zusammen? Von was lassen wir uns zuerst beeinflussen, wenn wir uns diesem Plakat nähern? Die politische Botschaft?

Nein. Wir wählen keine Politik, wir wählen Menschen. Wir wählen Gesichter.


Die Partei

August 7, 2009

Was wird eigentlich momentan so viel Wind um die Nichtzulassung dieser Partei gemacht um ihr damit den medialen Boden zu geben? Wenn ich dieses Bild schon sehe, kann ich schon eher etwas mit dem Wort „Farce“ anfangen:

Mit Satire hat das nicht viel am Hut. Dem Autor Martin Sonneborn geht es wohl hauptsächlich um Selbstinszenierung und medialen Rummel. So bekommt man die nötige Aufmerksamkeit für einen Kinofilm.