Von der Leyen bezeichnet EU-Studie als „falsch“


Ich hatte heute bereits über die sinkende Geburtenrate in Deutschland berichtet. Nun äußerte sich offenbar Ursula von der Leyen zu den aus Brüssel veröffentlichen Zahlen (SPON).

Während die EU-Zahlen von 675.000 Neugeborgenen 2008 ausgehen, wird das Statistische Bundesamt demnächst eine „sichere“ Zahl von 682.524 Neugeborenen veröffentlichen. Wir sehen, es geht sich hier um beachtliche Unterschiede! So unterschiedlich, dass von der Leyen von „falschen oder veralteten“ Zahlen spricht. Die Geburtenrate bei 1000 Einwohner würde sich demnach von 8,2 auf 8,3 erhöhen, welch Schritt!

Dass es hier aber hauptsächlich um politische Inszenierung, um Selbstdarstellung geht, zeigt sich darin, dass die zunächst geschätzte Zahl von 690.000 Neugeborenen in 2008 (die später nach unten korrigiert wurde) direkt von Ursula von der Leyen als Erfolg ihrer Politik gefeiert wurde. Hier geht wieder Aktionismus vor Interesse an richtigen Erfolgen. Man möchte lieber die eigenen Programme und die eigene Politik im Erfolg sehen  und sich somit in Szene setzen, als dass man ein wirkliches Interesse am eigentlichen Problem, der schlechten Geburtenrate, hat.

Diese wird wohl kaum durch Kitas und Elterngeld in die Höhe schnellen. Aber das ist egal. Hauptsache man hat ein „eigenes Konzept“ mediengerecht in Szene gesetzt.

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