Professorinnen an Hochschulen unterrepräsentiert


Laut Spiegel sind Frauen in der deutschen Hochschullandschaft in der Unterzahl. 2008 waren nur 23% der neu eingestellten Professoren weiblich. Dabei ist in den Sprach- und Kulturwissenschaften der Frauenanteil (35%) am höchsten, in den Naturwissenschaften und der Mathematik mit nur lediglich 15% am geringsten.

Und das „allen Förderprogrammen zum Trotz„. Da frage ich mich: Na und? Muss man denn zwanghaft versuchen, eine Quotierung von 50% zu erreichen?

An vielen Hochschulen gibt es nämlich eine Gleichstellungsbeauftragte (früher Frauenbeauftragte, zu 99% weiblich, also kann man auch weiterhin von einer Frauenbeauftragten sprechen). Diese sorgen dafür, dass beispielsweise bei zwei Bewerbern mit vollkommen gleichen Voraussetzungen (welch Idealisierung und Utopie), der weibliche Bewerber bevorzugt wird. Dies ist teilweise auch gesetzlich geregelt.

Hier hört meiner Meinung nach der Spaß auf. Zum Einen ist es so gut wie unmöglich, dass man bei zwei Bewerbern eine gleich hohe Eignung feststellen kann. Man wird meistens letztendlich einen favorisieren können und diesen sollte man einstellen. Dass man hier dann strikt die Frau bevorzugen soll, klingt nicht nur unfair.
Zum Anderen denke ich könnte es passieren, dass hier schnell „aufgerundet“ wird, d.h. dass bei „nahezu“ gleicher Eignung dann trotzdem die Frau ausgewählt, da sich der Mann nicht ausreichend abesetzen konnte.

Hier sollte man nach anderen Kriterien vorgehen und nicht aufgrund des Geschlechtes jemanden bevorzugen. Dies gilt nicht nur für die Hochschullehre sondern für alle Bereiche, wo es diese Regelung der Frauenquote gibt. Selbst das klassische Los wäre hier geeigneter.

Außerdem sind solche Zahlen zu ignorieren. Zumindest sollte man daraus nicht interpretieren, dass es eine höhere Zahl an Professorinnen anzustreben gilt. Ich bin nicht dagegen, dass man Professorinnen einstellt. Im Gegenteil: Frauen können genau so gut lehren wie Männer. Nur sollte man nicht zwanghaft versuchen eine unterrepräsentierte Zahl zu erhöhen. Ich bin der Meinung, dass es in erster Linie nach Kompetenz gehen sollte und wenn es nun mal so ist, dass Frauen in der Hochschullehre unterrepräsentiert sind, dann ist das nun mal so, sei es aufgrund anderer Interessen oder sonst was. Man versucht ja auch nicht zwanghaft Bereich wo Männer unterrepäsentiert sind zu erhöhen. Die deutsche Hochschullandschaft hat sowieso noch einen weiten Weg vor sich, um international wieder besser dazustehen. Dort sollte Förderung geschehen.

An meiner Hochschule gibt es übrigens auch eine Gleichstellungsbeauftragte, bei Sitzungen und Versammlungen regelmäßig „entschuldigt“.

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